Kaffeehausgespräche

Artikel-Schlagworte: „Thomas Mann“

Die Literatur und ihr Ort

Das gestrige Kaffeehausgespräch mit dem Thema „Literarische Schwergewichte: Thomas Mann“ ist auf großes Interesse gestoßen. Rege wurde über den Zauberberg und seinen Schauplatz, über die „Buddenbrooks“ und ihre Langeweile und über die sinnliche Qualität der Erzählungen von Thomas Mann gesprochen.

Aufbauend auf der Einleitung, in der die Idee vom Erfolgsschriftsteller historisch hergeleitet wurde (mit Hilfe von Zedlers Universallexikon) wurde als weiterer Schriftsteller, der sich im Sinne Goethes als solcher selbst inszeniert, Martin Walser genannt. Aber auch über die Gegenbeispiele Robert Musil und Robert Walser wurde gesprochen.
Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den Gedankenaustausch!

Weiter geht es mit den Kaffeehausgesprächen am 15. Dezember. Dann werden wir uns selbstreflexiv mit dem Kaffeehaus beschäftigen.

Literarische Schwergewichte: Thomas Mann

Ob im Deutschunterricht, bei Marcel Reich-Ranickis kanonischer
Literatursammlung oder anderen Klassiker-Editionen: ohne Thomas Mann geht es nicht. Auch der Film und das Fernsehen interessieren sich
regelmäßig für die „Buddenbrooks“, den „Zauberberg“ oder für das Leben
des Autors selbst, den Robert Musil (wohl nicht ohne Neid) als
Großschriftsteller“ titulierte.

Die Literaturwissenschaft arbeitet sich seit Jahrzehnten an Thomas Manns
umfangreichen Texten ab, und im Besitz der Thomas-Mann-Sammlung der Universität Düsseldorf befinden sich mehr als 28 000 Dokumente über
Leben und Werk des Autors.

Wer war dieser große deutsche Schriftsteller, was ist so außergewöhnlich
an ihm und seinen Werken und welche Bedeutung hat er für die
Literaturgeschichte? Gibt es auch im heutigen Literaturbetrieb
Schriftstellerinnen oder Schriftsteller von ähnlichem Rang?

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin
S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – möchten mit
Ihnen diesmal das Phänomen Thomas Mann erkunden und laden Sie dazu herzlich zu einer entspannten Gesprächsrunde ein.

Für die passende Atmosphäre und für labende Speisen und Getränke sorgt
wie immer das Kulturcafé Chavis.

Wann: Donnerstag, 17. November 2011, ab 19 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
www.chavis-kulturcafe.de
Der Eintritt ist frei.

Autoritäten

Gestern gab es bei den Kaffeehausgesprächen eine Neuerung: Die Gast-Salonière Philine Gaffron erweiterte das Themenspektrum und sprach zur Einleitung über gute und schlechte Wissenschaft. Mit einem anschaulichen Beispiel wurde vorgeführt, wie schwierig es sein kann, zu einer zuverlässigen Aussage zu kommen und dass daher Vorsicht geboten ist bei den vielen – durch verkürzenden Journalismus vermittelten – Wissenschaftsmeldungen in den Massenmedien.

In der Diskussion stellte sich heraus, dass  gegenüber Forschungsergebnissen generell ein gewisses Misstrauen herrscht. Und dass der Verdacht besteht, dass nur belegt und bewiesen wird, wofür die Geldgeber bezahlt haben. Ausgehend von der Medizin landeten wir im Gespräch bei dem Einfluss des Mondes auf die Erde. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Bemerkung , dass Heinrich Kleist über Kants Beweis, dass es kein gesichertes Wissen geben kann, in Depressionen verfallen sei.

Das nächste Kaffeehausgespräch findet am Donnerstag dem 17. November statt. Thema: Thomas Mann und das Phänomen des Großschriftstellers

“Zur Lyra zu singen“ – Literatur und Musik

Lyrik bezeichnete ursprünglich das zur Lyra, einem antiken Saiteninstrument, gesungene Lied und ist ein frühes Beispiel für die engen Bande zwischen Dichtung und Musik, zwischen der Welt der Sprache und der Welt der Töne. Beide Kunstformen spielen mit Rhythmus, Takt und Timing und sind einzeln doch sehr verschieden in ihrer Wirkung.

In der erzählenden Literatur spielt die Musik als Thema oft eine tragende Rolle. Sie kann die Handlung antreiben und ihren zeitlichen Rahmen zum Klingen bringen, oder sie kann literarische Figuren charakterisieren. Und in zahlreichen Werken stehen Musiker im Brennpunkt des Geschehens. Umgekehrt verwenden viele Komponisten, von der Oper bis zur Popmusik, literarische Themen oder Texte für ihre Musik.

Diesen vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik, die zum Beispiel in Texten von Elfriede Jelinek, E.T.A. Hoffmann und Thomas Mann zu finden sind, wollen wir diesmal in unserem Kaffeehausgespräch folgen.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich ein, mitzukommen und über das Verbindende oder das Trennende zwischen Literatur und Musik zu diskutieren. Für die passende Atmosphäre und für leckere Speisen und Getränke sorgt wie immer das Kulturcafé Chavis.
Wann: Donnerstag, 21. Juli 2011, 19.00 c.t
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

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