Kaffeehausgespräche

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Von Anfang an

Gestern hat das zweite Kaffeehausgespräch in Davis stattgefunden und es war auch diesmal ein lebhafter Austausch. Von Anfang an hat sich auch hier die Form des offenen Salons bewährt. Neben vier „Stammgästen“ gab es gestern noch fünf neue Gäste zu begrüßen. Drei davon haben sich ganz spontan dem Gespräch angeschlossen.

Nach einem bewegten Auftakt wurden Lieblingsbücher und Lieblingsgedichte besprochen. Bei der bevorzugten Lektüre zeigte sich ein breites Spektrum an Genres und Epochen. Generell kann ich feststellen, dass die Gäste der Kaffeehausgespräche eine Tendenz haben, das Brett an der dicksten Stelle anzubohren. Und so wurde angeregt über eine englische Übersetzung von Rilkes Gedicht „Der Panther“ diskutiert. Damit ließ sich auch ein Bogen zum ersten Kaffeehausgespräch schlagen.

Mehrere Gedichte wurden gestern zu Gehör gebracht, aber es wurde auch über „Alice in Wonderland“ und über den Roman „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap gesprochen. Das Gespräch führte uns auf die Frage nach der Übersetzbarkeit von Wortspielen. Da eines der präsentierten Lieblingsgedichte „Das ästhetische Wiesel“ war, möchte ich hier einen Lektüretipp nachtragen: Christian Morgenstern: „Galgenlieder und andere Gedichte. Gallows Songs and other Poems, ausgewählt und ins Englische übertragen von Max Knight“ Piper, München 1972.

Die Kaffeehausgespräche in Davis werden weitergehen. Geplant ist das nächste Treffen für Freitag, 20. April 2012, 16.00-18.00 in der Konditorei, in der wir auch gestern mit sehr guten Mehlspeisen versorgt wurden. Thema des nächsten Gesprächs werden “Anfänge” sein. Näheres bald hier im Blog oder per Newsletter.

Sport im Gespräch

Bei unserem Kaffeehausgespräch am vergangenen Donnerstag ging es um Sport, um Literatur und auch um Literatur und Sport. Wir wurden über ein Interview mit Marcel Reich-Ranicki informiert, über Literatur über Sport, ein Gedicht von Joachim Ringelnatz, über Wettkämpfe und Wetten in der Antike und – das konnte nicht ausbleiben – über die symbolische Bedeutung von Sport im neunzehnten Jahrhundert.

Ich danke allen Gästen des Salons für ihren Sportsgeist!

Weiter geht es mit den Kaffeehausgesprächen am 16. Juni. Aus gegebenem Anlass beschäftigen wir uns an diesem Tag mit James Joyce.

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