Kaffeehausgespräche

Artikel-Schlagworte: „Kaffeehausliteratur“

Ins Kaffeehaus!

Die UNESCO hat am 10. November 2011 die Wiener Kaffeehauskultur in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird bestätigt, was Kennerinnen und Kenner der europäischen Literatur um 1900 immer schon wussten: Das Kaffeehaus ist ein Ort, an dem Kultur gemacht wird.

In unserem letzten Kaffeehausgespräch des Jahres und bis auf weiteres wollen wir uns mit dem Kaffeehaus als Ort der Begegnung und als Inspiration für die kreative Betätigung beschäftigen. Wir fragen nach der Funktion des erweiterten Wohnzimmers, nach der Inspiration durch die Atmosphäre und das Getränk Kaffee, nach landestypischen Formen von Kaffeehäusern und danach, was Kaffeehausliteratur ist. Nach einer kurzen Einleitung durch die Gastgeber Detlef Thofern, Sozialwissenschaftler, und Karin S. Wozonig, Literaturwissenschaftlerin, sind alle Kaffeehausbesucher am Wort.

Kommen Sie hin, reden Sie mit. Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch im Kaffeehaus.
Wann: 15.12.2011, 19.00
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Str. 41, St. Pauli
Der Eintritt ist frei.

Die Literatur und ihr Ort

Das gestrige Kaffeehausgespräch mit dem Thema „Literarische Schwergewichte: Thomas Mann“ ist auf großes Interesse gestoßen. Rege wurde über den Zauberberg und seinen Schauplatz, über die „Buddenbrooks“ und ihre Langeweile und über die sinnliche Qualität der Erzählungen von Thomas Mann gesprochen.

Aufbauend auf der Einleitung, in der die Idee vom Erfolgsschriftsteller historisch hergeleitet wurde (mit Hilfe von Zedlers Universallexikon) wurde als weiterer Schriftsteller, der sich im Sinne Goethes als solcher selbst inszeniert, Martin Walser genannt. Aber auch über die Gegenbeispiele Robert Musil und Robert Walser wurde gesprochen.
Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den Gedankenaustausch!

Weiter geht es mit den Kaffeehausgesprächen am 15. Dezember. Dann werden wir uns selbstreflexiv mit dem Kaffeehaus beschäftigen.

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