Das Kaffeehausgespräch zum Thema “Konsum” war für mich ein Höhepunkt und ein würdiger Abschluss dieses Salon-Jahres. Die angeregte Diskussion um Warenhäuser, Individualität und Uniformierung, Bücher als Geschenk und Markenartikel als Kommunikationsmittel hat meine Überzeugung befestigt, dass der Salon* auch heute noch das richtige „Format“ für bereichernde Gespräche ist. Wer hätte gedacht, dass sich aus dem Vergleich von Büchern mit Duschgel Überlegungen zu Fiktion und Realität bzw. Lüge und Wahrheit entwickeln würden?
Ich danke allen Salongästen, wünsche ruhige Feiertage und kündige an: Am 20. Jänner 2011 gibt es das nächste Kaffeehausgespräch, Thema: „Bücher der Kindheit“. Näheres hier im Blog oder per Newsletter.
*Die österreichische Lyrikerin und Journalistin Betty Paoli (1814-1894) sagt über den idealen Salon und konkret über den von Henriette Solmar (1794 – 1890) in Berlin: „Man unterhielt sich über die Tagesereignisse, man debattierte über Politik, Kunst und Literatur, nicht oberflächlich, wie der fälschlich gut genannte Ton es vorschreibt, nicht schwerfällig wie eine Pedanten-Versammlung, sondern mit der heiteren Unbefangenheit, die ein Attribut echter Bildung ist, ernst oder launig, wie die augenblickliche Stimmung es mit sich brachte.“ (Mehr dazu können Sie in meinem Text „Betty Paolis Luxusartikel vom 13. Juni 1867“ lesen.)