Wer kennt das nicht: da hat sich eine Geschichte gnadenlos verwirrt und verzettelt, sodass nur noch – Hokuspokus – ein wunderbarer Zufall das Happy End retten kann. Doch zurück bleibt oft ein schaler Geschmack, denn allzu konstruierte und unwahrscheinliche Zufälle wirken unglaubwürdig und befriedigen uns Leserinnen und Leser nicht.
Dabei hat der Zufall in der Literatur eine lange Tradition. Schon in der Antike begegnet er uns als Deus ex machina, und auch im klassischen Western wird der Held oft genug erst in letzter Sekunde durch das Eingreifen der Kavallerie gerettet.
Aber beruht nicht der Verlauf jeder Geschichte im Grunde auf Zufällen? Wenn ein Mann und eine Frau sich im Café begegnen und sich ineinander verlieben – ist das Zufall oder Schicksal? Ist ein Zufall im literarischen Sinn vielleicht nur ein Ereignis, dessen Vorgeschichte wir nicht kennen? Was macht einen Zufall in der Geschichte glaubwürdig, ab wann sträuben sich uns die Nackenhaare, weil das niemals so gewesen sein kann?
Über diese und andere Fragen wollen wir mit allen diskutieren, die am Mittwoch, 15. April, um 19:30 Uhr zufällig im Café Heile Welt in der Weidenallee 10b in Hamburg vorbeischauen.
ORT: Café Heile Welt, Weidenallee 10 b (Hinterhof), 20357 Hamburg
ZEIT: Mittwoch, 15. April 2009, 19:30 Uhr
Der Eintritt ist frei