Biografien und Autobiografien sind auf dem Buchmarkt erfolgreich. Bei unserem Kaffeehausgespräch am 15. Juli stellen wir die Frage: Wer schreibt Biografien und Autobiografien, und wer liest sie? Und warum?
Einige Autobiografen glauben, sie hätten der Welt etwas so Wichtiges mitzuteilen, dass sie dazu sogar die Dienste eines Ghostwriters in Anspruch nehmen. Andere nutzen die therapeutische Kraft des Schreibens, um das eigene Leben zu ordnen, Bilanz zu ziehen oder den Kindern und Enkeln die eigene (Familien-)Geschichte nahezubringen. Taugen Autobiografien als zeitgeschichtliche Dokumente? “Ich war dabei” – ein Maßstab für Objektivität?
Die Grenzen zwischen (Auto-) Biografien und Literatur sind fließend, manchmal kann eine fiktive Lebensbeschreibung wahrhaftiger sein als eine “wahre” Lebensbeschreibung, in der wichtige Lebensbereiche ausgeklammert werden. Lesen wir Biografien und Autobiografien mit anderen Fragestellungen, kritischer oder im Gegenteil mit größerem Vertrauensvorschuss als “ausgedachte” Geschichten?
Wie immer bei den Kaffeehausgesprächen wird es eine kurze Einführung ins Thema geben, anschließend entwickelt sich der Austausch der Gedanken im Salon, ganz so wie es den Interessen, Lebens- und Lektüreerfahrungen der Anwesenden entspricht.
Zeit: 15. Juli 2009, 19.30
Ort: Café Heile Welt, Weidenallee 10b (Hinterhof), 20357 Hamburg