Kaffeehausgespräche

Archiv für die Kategorie „Termine“

“Zur Lyra zu singen“ – Literatur und Musik

Lyrik bezeichnete ursprünglich das zur Lyra, einem antiken Saiteninstrument, gesungene Lied und ist ein frühes Beispiel für die engen Bande zwischen Dichtung und Musik, zwischen der Welt der Sprache und der Welt der Töne. Beide Kunstformen spielen mit Rhythmus, Takt und Timing und sind einzeln doch sehr verschieden in ihrer Wirkung.

In der erzählenden Literatur spielt die Musik als Thema oft eine tragende Rolle. Sie kann die Handlung antreiben und ihren zeitlichen Rahmen zum Klingen bringen, oder sie kann literarische Figuren charakterisieren. Und in zahlreichen Werken stehen Musiker im Brennpunkt des Geschehens. Umgekehrt verwenden viele Komponisten, von der Oper bis zur Popmusik, literarische Themen oder Texte für ihre Musik.

Diesen vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik, die zum Beispiel in Texten von Elfriede Jelinek, E.T.A. Hoffmann und Thomas Mann zu finden sind, wollen wir diesmal in unserem Kaffeehausgespräch folgen.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich ein, mitzukommen und über das Verbindende oder das Trennende zwischen Literatur und Musik zu diskutieren. Für die passende Atmosphäre und für leckere Speisen und Getränke sorgt wie immer das Kulturcafé Chavis.
Wann: Donnerstag, 21. Juli 2011, 19.00 c.t
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Vorankündigung: Zur Lyra zu singen

Lyrik – „Poesie“ –  ist die zur Lyra gesungene Dichtung und ein früher Nachweis für die enge Verwandtschaft von Literatur und Musik. Literatur ist aus Sprache gemacht und hat deshalb einen Rhythmus, eine Melodie, oft auch eine Tonart. In der erzählenden Literatur spielt die Musik oft eine tragende Rolle. Sie  kann die Aufgabe haben, die Handlung anzutreiben oder uns den Zeitkontext vor Augen zu führen. Oder Musik wird zu einem Charakteristikum einer literarischen Figur. Und zahlreich sind die literarischen Lebenserzählungen, in deren Mittelpunkt ein Musiker steht.
Den vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik möchten wir in unserem nächsten Kaffeehausgespräch nachgehen.
Wann: 21. Juli 2011, 19.00 ct.
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg, St. Pauli
Der Eintritt ist frei.

Vorankündigung: Aus gegebenem Anlass – James Joyce

So ein Salon soll ja auch eine gewisse Regelmäßigkeit aufweisen, damit sich die Gäste darauf einstellen können: Jeden dritten Donnerstag im Monat, so ungefähr um halb acht, gibt es Quiche, Rotwein und ein angeregtes Gespräch, in dem es um Literatur geht. Und im schönen Monat Juni des Jahres 2011 ist der dritte Donnerstag nun einmal der Bloomsday. Also gibt es ein Kaffeehausgespräch über James Joyce. Ja, über James Joyce und seine Werke. Da wird die Sprache wohl auch auf den Ulysses kommen. Ich bin gespannt und lade Sie herzlich ein zu einem Kaffeehausgespräch aus gegebenem Anlass.

Wann: 16. Juni 2011, 19.00 c.t.
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg

Sport im Gespräch

Bei unserem Kaffeehausgespräch am vergangenen Donnerstag ging es um Sport, um Literatur und auch um Literatur und Sport. Wir wurden über ein Interview mit Marcel Reich-Ranicki informiert, über Literatur über Sport, ein Gedicht von Joachim Ringelnatz, über Wettkämpfe und Wetten in der Antike und – das konnte nicht ausbleiben – über die symbolische Bedeutung von Sport im neunzehnten Jahrhundert.

Ich danke allen Gästen des Salons für ihren Sportsgeist!

Weiter geht es mit den Kaffeehausgesprächen am 16. Juni. Aus gegebenem Anlass beschäftigen wir uns an diesem Tag mit James Joyce.

Trainingsinfo zum nächsten Gespräch

In der Geschichte der abendländischen Literatur hat der Sport eine lange Tradition. Im 23. Gesang der „Ilias“ veranstaltet Achill Wettkämpfe zu Ehren seines Freundes Patroklos. Und so lesen wir bei Homer von Wagenrennen, Ringen, Wettlauf, Speer- und Diskuswurf, Bogenschießen und vom Faustkampf. Hier sind es Rituale zu Ehren von Göttern und Helden, später aber wird die Leibesertüchtigung in der Literatur zum Symbol für Individualität, für Stärke, für Fortschritt. Das ist aber nur eine Verbindung zwischen Sport und Literatur. Eine andere ist die biographische, und auch die ist interessant. Byron schwimmt, Ebner-Eschenbach reitet, Brecht boxt… Kann die Literatur sportlicher Autorinnen und Autoren von der Leibesübung unbeeinflusst bleiben?
Zeit: Donnerstag, 19. Mai 2011, 19.00 c.t.
Ort: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg
Der Eintritt ist frei.

Es lebe der Sport!

Vorankündigung: Das nächste Kaffeehausgespräch wird unter dem Motto “Literatur und Sport” stehen. Wir freuen uns auf motivierte Gäste am 19. Mai. Näheres bald hier im Blog oder per Newsletter.

Ostliteratur / Westliteratur. 20 Jahre nach der „Wende“

40 Jahre lang existierten zwei deutsche Staaten, getrennt durch Stacheldraht und Mauern, verbunden aber durch eine gemeinsame Vergangenheit und Sprache. Und in beiden Ländern entwickelten sich Literaturen, mit ihren eigenen Themen, Darstellungsformen und Kontoversen.

Seit der sogenannten „Wende“ von 1989 und der anschließenden Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten sind nunmehr über 20 Jahre vergangen. Macht es heute noch Sinn, von ostdeutscher- und westdeutscher Literatur zu sprechen, oder ist diese Frage nur noch von historischem Interesse? War das kulturell Verbindende zwischen DDR und BRD vielleicht doch stärker als das ideologisch Trennende? Und was wissen wir eigentlich noch über die Literatur der „untergegangenen“ DDR?

In unserem monatlichen literarischen Salon „Kaffeehausgespräche“ wollen wir diesmal über „Ost- und Westliteratur“ sprechen und uns damit aktueller Literaturgeschichte nähern, deren letzte Kapitel wohl noch längst nicht geschrieben sind.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich dazu ein und freuen sich auf Ihren Besuch in Chavis Kulturcafé, wo sie eine anregende Kaffeehaus-Atmosphäre erwartet.
Wann: Donnerstag, 21. April 2011, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Gegenbücher. Die literarische Antwort

Jean Paul behauptete, dass Bücher nur dickere Briefe an Freunde seien. Ein Briefwechsel dieser Art zeigt sich besonders bei der Veröffentlichung von Gegen- oder Antwortbüchern, bei der das lesende Publikum Zeuge von literarischen Entgegnungen, Abrechnungen oder Verspottungen wird.

Da antwortete zum Beispiel ein geschmähter „Märchenprinz“ auf einen Roman von Svende Merian, der seinen „Tod“ zum Thema hatte; und mit dem Roman „Eine Frage der Schuld“ entgegnete Sofia Tolstaja der „Kreuzersonate“ ihres berühmten Ehemannes.

Die Leserinnen und Leser dieser Werke können ein literarisches Gespräch verfolgen, in dem unterschiedliche Sichtweisen, Einschätzungen und Bewertungen zu einem Thema oder Sachverhalt zur Sprache kommen. Doch wer hat recht und was ist das Verbindende oder Erhellende in diesem Dialog?

In unserem monatlichen literarischen Salon „Kaffeehausgespräche“ wollen wir uns diesmal von dieser besonderen Form des literarischen Dialogs anregen lassen und laden Sie dazu ganz herzlich ein. Stimmen Sie zu, lehnen Sie ab oder fragen Sie nach. Und genießen Sie die angenehme Atmosphäre im Kulturcafé Chavis. Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch!

Wann: Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr

Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli) Der Eintritt ist frei.

Vorankündigung: Buchgewordene Antworten

Jean Paul sagt, Bücher seien nur dickere Briefe an Freunde. Manchmal zeigt sich die Wahrheit dieser Behauptung besonders deutlich, dann nämlich, wenn ein Antwortbuch veröffentlicht wird. Ob sich jemand als der geschmähte „Märchenprinz“ zu erkennen gibt oder ob ein „Anti-Buch“ mit einer Ideologie abrechnet, ob Gedicht-Persiflage oder literarische Entgegnungen wie der Roman „Eine Frage der Schuld“ von Sofja Tolstaj, mit dem sie auf die  „Kreutzersonate“ ihres Ehemannes antwortete: Das lesende Publikum nimmt am Dialog teil, stimmt zu, lehnt ab, ergreift Partei. Und weil genau dieser Austausch in unserem Salon gewünscht ist, widmen wir uns am 17. März dem Thema „Gegenbücher“. Kommen Sie ins Chavis und diskutieren Sie mit, oder hören Sie einfach nur zu, wenn es um buchgewordene Antworten auf Bücher geht.

Öko-Bücher. Die Umwelt in der Literatur

Literatur ist Fiktion, aber immer auch ein Abbild von „Wirklichkeit“. Die Handlungen werden in Räumen, Landschaften, (Um)Welten inszeniert, die nie ganz losgelöst sind von der Realität, oder von dem, was jeweils als realistisch empfunden wird. Erst dadurch können wir Literatur verstehen, einordnen und bewerten.

Die Umwelt der antiken Helden war mystisch aufgeladen und unberechenbar, die Umwelt der Romantiker steckte voller Gefühl und Verklärung. Und wie steht es in der (Post)Moderne mit der Umwelt? Sie ist einerseits entmythologisiert und berechenbar geworden und wird andererseits vergiftet und zerstört.

Dieser Zwiespalt spiegelt sich in vielen anti-utopischen Romanen wieder. So beklagte z. B. Wilhem Raabe in „Pfisters Mühle“ die Vergiftung eines Flusses aus Gründen des Profits, Charles Dickens öffnete durch „Oliver Twist“ vielen Menschen die Augen für die Schattenseiten der industriellen Revolution und George Orwell beschrieb in „1984“ die totalitäre Kontrolle unserer geistigen und materiellen Umwelt als Zukunftsvision.

Heute stehen Themen wie Umweltverschmutzung und Waldsterben, aber auch die möglichen Auswirkungen eines Klimawandels und die Bedrohung durch Gentechnik und Atomkraft im Fokus der öffentlichen Diskussion. Welchen Niederschlag finden diese Themen in der aktuellen Literatur, mit welchen Stilmitteln arbeiten die Autorinnen und Autoren und welchen Einfluss haben „Öko-Bücher“ möglicherweise auf das Verhalten der Leser?

Der monatliche literarische Salon „Kaffeehausgespräche“ lädt Sie herzlich zu einer „nachhaltigen“ Diskussionsrunde über diese Themen ein. Reden Sie mit oder hören Sie einfach nur zu und genießen Sie die angenehme Atmosphäre des Kulturcafés. Die Gastgeber des für alle offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch!

Wann: Donnerstag, 17. Februar 2011, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

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