Kaffeehausgespräche

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Anfänge

Von Buchanfängen, ersten Leseerfahrungen und über den Beginn der Literatur

Irgendwann hat unser Interesse am Lesen und an Büchern seinen Anfang genommen. War ein bestimmtes Buch, ein Satz, eine literarische Figur der Auslöser? Neugier? Nachahmung? Der Wunsch dazu zu gehören? Oder im Gegenteil: Der Wunsch anders zu sein als die anderen?

Im Kaffeehausgespräch am 20. April wollen wir uns über literarische Anfänge unterhalten, über persönliche, aber auch über kulturelle. Nach einer kurzen Einleitung sind die Salongäste am Wort. Kommen Sie hin, diskutieren Sie mit und lassen Sie uns an Ihren prägenden Lese-Anfängen teilhaben.

Friday, April 20, 4-6pm, Konditorei, Austrian Pastry Cafe, 2710 E. 5th Street, Davis


Phase der Neuorientierung

Die Hamburger Kaffeehausgespräche befinden sich zur Zeit in Warteposition. Salonherr Detlef wartet auf den richtigen Zeitpunkt und einen Unterstützer/eine Unterstützerin, um weiterzumachen – oder auch nicht – mit den monatlichen Treffen und den Gesprächen über Gott, die Welt und Literatur im weitesten Sinne.

Die kalifornischen Kaffeehausgespräche – eine temporäre Ausgründung – nehmen langsam Gestalt an. Sie haben einen passenden Ort gefunden, nämlich die Konditorei, Austrian Pastry Cafe, und werden wahrscheinlich ab Februar dort stattfinden. Sie können sich per Newsletter über die Entwicklungen, Termine und Themen informieren lassen.

Romantische Projekte

Das gestrige Kaffeehausgespräch war ein musikalisches und eines das vom neunzehnten Jahrhundert geprägt war, aber letzteres kommt immer wieder vor. Meiner Einführung zum Thema Universalpoesie, die Literatur, Musik und Kunst vereint und ins “Leben” integriert, ergänzte Salonherr Detlef mit Lesungen aus Werken von Thomas Mann, E. T. A. Hoffmann und Elfriede Jelinek sowie der Präsentation des Debutalbums von Alan Parsons Project (”Tales of Mystery and Imagination”), das auf Werken des Autors Edgar Allan Poe basiert.

In der Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, wie sich der Laut der gesprochenen Sprache von Lauten der Musik unterscheidet, welchen Einfluss die Beschaffenheit von Sprachen auf die Vertonung von Gedichten hat, und es wurde über die Wirkung von Gedichtvorträgen durch professionelle Sprecherinnen und Sprecher nachgedacht. Auch die politische Botschaft von Musik und Liedtexten kam zur Sprache. Über die Freiwilligkeit oder Unfreiwilligkeit beim Erlernen des Klavier- oder Geigespiels wurde auch geredet.

Ich danke allen Salongästen sehr herzlich, freue mich, dass wir gestern, bei der ca. 38. Auflage der Kaffeehausgespräche wieder neue Gäste begrüßen durften, hoffe dass es so weitergeht und kündige an:

Am Dienstag dem 20. September um 19.00 gibt es wieder ein Kaffeehausgespräch, nämlich über Schullektüre.

Der weitere Spaziergang

Der Lese- und Diskusstionskreis “Spaziergang mit Seume” hat sich gestern formiert. Das nächste Treffen wird am Montag dem 9. Mai stattfinden, Neuzugänge sind willkommen! Die Details erfahren Sie, wenn Sie eine Mail mit dem Betreff “Seume” an die Kaffeehausgespräche schicken.

Lese- und Diskussionskreis “Spaziergang mit Seume”

Der deutsche Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) brach am 6. Dezember 1801 in Grimma bei Leipzig zu einer Fußreise nach Syrakus (Siracusa, Sizilien) auf, wo er am 1. April 1802 ankam. Seine Rückreise dauerte bis zum August 1802. Was Seume unterwegs erlebte und beobachtete, hielt er in seinem Reisebericht “Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802″ fest. Mit seiner subjektiven Schilderung wurde Seume zum Vorbild für viele kritische Reisende, die Alltag, Kultur und Politik der bereisten Länder kommentierten.

Im Lese- und Diskussionskreis “Spaziergang mit Seume” werden wir uns mit dem historischen Hintergrund und der Wirkung der Reisebeschreibung Seumes befassen. In der Auftaktveranstaltung werden Text und Autor vorgestellt. Wer Interesse an der Lektüre des amüsanten und eigenwilligen Buchs hat und mit anderen darüber diskutieren möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Wann: Sonntag, 17. April 2011, 16.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Elefant und Ameise

Das Thema des gestrigen Kaffeehausgesprächs, das Öko-Buch, hat viele Salongäste angezogen und zu einer regen Diskussion geführt. Wie so oft hat sich auch diesmal gezeigt, dass es von der Literatur zu den ganz großen Fragen des Lebens nicht weit ist.

Den Auftakt machten meine Ausführungen zu Kleists Nachtigallen und blühenden Granatapfelbäumen in der Novelle „Das Erdbeben in Chili“, in der uns der Erzähler deutlich macht, dass eine literarische Naturidylle als Gegenbild zur menschlichen Gesellschaft eben nur das sein kann: Literatur. Als neueres Beispiel für eine Natur- und Gesellschafts-Utopie wurde Ernest Callenbachs „Ökotopia“ genannt, aber auch an Rachel Carsons „Der Stumme Frühling“ wurde erinnert.

Die Behauptung, dass „Natur“ immer ein Produkt der menschlichen Wahrnehmung und Kultur sei, traf nicht auf ungeteilte Zustimmung, wohl aber die Annahme, dass es die Natur auch ohne den Menschen gäbe oder geben wird. Allgemeines Misstrauen herrschte, wenn ich das richtig sehe, gegenüber biologischen Rechtfertigungen von menschlichem Sozialverhalten.

Eine angeregte Unterhaltung entspann sich um die Frage, ob es gerechtfertigt sei, Tiere zu essen. Dazu passend präsentierte der Salonherr Detlef Thofern Textausschnitte aus dem Essay „Am Beispiel des Hummers“ von David Foster Wallace.

Ein kleiner Auszug aus weiteren Gedankenanstöße des gestrigen Kaffeehausgesprächs: Die aktuelle Darstellung von Landwirtschaft in Kinderbüchern und in der Werbung ist fern jeder Realität. Tiere die gegessen werden, sind in unserer Gesellschaft üblicherweise nicht mehr als solche in ihrer körperlichen Ganzheit oder auch nur in ihren genießbaren oder ungenießbaren Einzelteilen präsent. Rücksichtnahme auf die Mitkreatur ist auch eine Frage von Bildung. Für die Ameise ist ein Elefant ein Umweltzerstörer.
Ich danke allen Salongästen!

Es geht weiter am 17. März mit dem Thema “Gegenbücher. Die literarische Antwort”. Näheres bald hier im Blog oder per Newsletter.

Jubiläum!

Heute vor zwei Jahren hat das erste Kaffeehausgespräch stattgefunden. Seither haben sich Literatur- und Buchinteressierte in diesem Kreis einundzwanzig Mal getroffen, um sich über Tiere, das Internet, Höhlenbewohner, Utopien und andere Themen zu unterhalten.

Lesegewohnheiten?

Worüber könnten wir beim nächsten Kaffeehausgespräch (16.9., 19.00, Café Catwalk, Weidenallee 10b, 20357 Hamburg), Thema “Lesegewohnheiten” sprechen?

Es gibt viele Arten zu lesen, vielleicht sogar so viele, wie es Leserinnen und Leser gibt. Da gibt es die Nur-ein-Buch-zur-Zeit-Leser und die Stimmungs-Leser, diejenigen, die Eselsohren in die Seiten machen, und solche, die das niemals tun würden.

Lesende Menschen entwickeln individuelle Gewohnheiten, ihr Lesen zu organisieren. Nach welchem System wird der Bücherstapel auf dem Nachttisch abgearbeitet? Wird die Bibliothek thematisch, alphabetisch oder nach Buchgrößen sortiert? Gibt es eine Tageszeit für Gedichte, einen Wochentag für Krimis? Werden geliehene und gekaufte Bücher getrennt von einander aufbewahrt?

Beim Kaffeehausgespräch im September soll über Eigenheiten beim Umgang mit Lektüre gesprochen werden. Vielleicht erfahren wir alle dabei: Wir sind nicht allein.

Und auch die Kaffehausgespräche gehen weiter

Und zwar am 16. September 2009 um 19.00 im Café Catwalk. Titel: “Lesegewohnheiten”. Was man darunter vestehen könnte, wird demnächst enthüllt, hier im Blog und im Kaffeehausgespräche-Newsletter.

Sommerpause

Die Kaffeehausgespräche machen im August Pause. Voraussichtlich wird es am Mittwoch dem 16. September um 19.00 weitergehen. Details finden Sie nach der Sommerpause in diesem Blog oder im Newsletter.

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