Kaffeehausgespräche

Autorenarchiv

Schullektüre oder „Was will uns der Dichter damit sagen?“

Die Sommerferien sind vorbei und der literarische Salon lädt nach seiner Sommerpause wieder zu einem Kaffeehausgespräch ein. Und passend zum Beginn des neuen Schuljahres wollen wir diesmal über das Thema Literatur in der Schule diskutieren.

Wir alle haben unsere schulische Vergangenheit, in der wir lesen und schreiben gelernt haben, und an die sich vielleicht einige gern und andere voller Abneigung erinnern werden. Wurden Sie etwa im Deutschunterricht mit Goethe und Schiller traktiert, mussten Sie Gedichte auswendig lernen? Welchen Einfluss haben der Deutschunterricht und die Schullektüre auf die späteren Lesegewohnheiten? Welche literarischen Werke geben die Lehrpläne vor, was sollte unbedingt im Unterricht gelesen werden und was zeichnet eigentlich einen guten Deutschunterricht aus?

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich zu diesem Kaffeehausgespräch ein und werden wie immer mit einer kurzen Einleitung auf das Thema einstimmen. Dann sind die Salongäste an der Reihe. Diskutieren Sie mit, hören Sie zu oder berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen mit der Schullektüre und dem Deutschunterricht.

Für die passende Atmosphäre und für leckere Speisen und Getränke sorgt wie immer das Kulturcafé Chavis.
Wann: Dienstag, 20. September 2011, ab 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

“Zur Lyra zu singen“ – Literatur und Musik

Lyrik bezeichnete ursprünglich das zur Lyra, einem antiken Saiteninstrument, gesungene Lied und ist ein frühes Beispiel für die engen Bande zwischen Dichtung und Musik, zwischen der Welt der Sprache und der Welt der Töne. Beide Kunstformen spielen mit Rhythmus, Takt und Timing und sind einzeln doch sehr verschieden in ihrer Wirkung.

In der erzählenden Literatur spielt die Musik als Thema oft eine tragende Rolle. Sie kann die Handlung antreiben und ihren zeitlichen Rahmen zum Klingen bringen, oder sie kann literarische Figuren charakterisieren. Und in zahlreichen Werken stehen Musiker im Brennpunkt des Geschehens. Umgekehrt verwenden viele Komponisten, von der Oper bis zur Popmusik, literarische Themen oder Texte für ihre Musik.

Diesen vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik, die zum Beispiel in Texten von Elfriede Jelinek, E.T.A. Hoffmann und Thomas Mann zu finden sind, wollen wir diesmal in unserem Kaffeehausgespräch folgen.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich ein, mitzukommen und über das Verbindende oder das Trennende zwischen Literatur und Musik zu diskutieren. Für die passende Atmosphäre und für leckere Speisen und Getränke sorgt wie immer das Kulturcafé Chavis.
Wann: Donnerstag, 21. Juli 2011, 19.00 c.t
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Ostliteratur / Westliteratur. 20 Jahre nach der „Wende“

40 Jahre lang existierten zwei deutsche Staaten, getrennt durch Stacheldraht und Mauern, verbunden aber durch eine gemeinsame Vergangenheit und Sprache. Und in beiden Ländern entwickelten sich Literaturen, mit ihren eigenen Themen, Darstellungsformen und Kontoversen.

Seit der sogenannten „Wende“ von 1989 und der anschließenden Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten sind nunmehr über 20 Jahre vergangen. Macht es heute noch Sinn, von ostdeutscher- und westdeutscher Literatur zu sprechen, oder ist diese Frage nur noch von historischem Interesse? War das kulturell Verbindende zwischen DDR und BRD vielleicht doch stärker als das ideologisch Trennende? Und was wissen wir eigentlich noch über die Literatur der „untergegangenen“ DDR?

In unserem monatlichen literarischen Salon „Kaffeehausgespräche“ wollen wir diesmal über „Ost- und Westliteratur“ sprechen und uns damit aktueller Literaturgeschichte nähern, deren letzte Kapitel wohl noch längst nicht geschrieben sind.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich dazu ein und freuen sich auf Ihren Besuch in Chavis Kulturcafé, wo sie eine anregende Kaffeehaus-Atmosphäre erwartet.
Wann: Donnerstag, 21. April 2011, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Gegenbücher. Die literarische Antwort

Jean Paul behauptete, dass Bücher nur dickere Briefe an Freunde seien. Ein Briefwechsel dieser Art zeigt sich besonders bei der Veröffentlichung von Gegen- oder Antwortbüchern, bei der das lesende Publikum Zeuge von literarischen Entgegnungen, Abrechnungen oder Verspottungen wird.

Da antwortete zum Beispiel ein geschmähter „Märchenprinz“ auf einen Roman von Svende Merian, der seinen „Tod“ zum Thema hatte; und mit dem Roman „Eine Frage der Schuld“ entgegnete Sofia Tolstaja der „Kreuzersonate“ ihres berühmten Ehemannes.

Die Leserinnen und Leser dieser Werke können ein literarisches Gespräch verfolgen, in dem unterschiedliche Sichtweisen, Einschätzungen und Bewertungen zu einem Thema oder Sachverhalt zur Sprache kommen. Doch wer hat recht und was ist das Verbindende oder Erhellende in diesem Dialog?

In unserem monatlichen literarischen Salon „Kaffeehausgespräche“ wollen wir uns diesmal von dieser besonderen Form des literarischen Dialogs anregen lassen und laden Sie dazu ganz herzlich ein. Stimmen Sie zu, lehnen Sie ab oder fragen Sie nach. Und genießen Sie die angenehme Atmosphäre im Kulturcafé Chavis. Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch!

Wann: Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr

Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli) Der Eintritt ist frei.

Öko-Bücher. Die Umwelt in der Literatur

Literatur ist Fiktion, aber immer auch ein Abbild von „Wirklichkeit“. Die Handlungen werden in Räumen, Landschaften, (Um)Welten inszeniert, die nie ganz losgelöst sind von der Realität, oder von dem, was jeweils als realistisch empfunden wird. Erst dadurch können wir Literatur verstehen, einordnen und bewerten.

Die Umwelt der antiken Helden war mystisch aufgeladen und unberechenbar, die Umwelt der Romantiker steckte voller Gefühl und Verklärung. Und wie steht es in der (Post)Moderne mit der Umwelt? Sie ist einerseits entmythologisiert und berechenbar geworden und wird andererseits vergiftet und zerstört.

Dieser Zwiespalt spiegelt sich in vielen anti-utopischen Romanen wieder. So beklagte z. B. Wilhem Raabe in „Pfisters Mühle“ die Vergiftung eines Flusses aus Gründen des Profits, Charles Dickens öffnete durch „Oliver Twist“ vielen Menschen die Augen für die Schattenseiten der industriellen Revolution und George Orwell beschrieb in „1984“ die totalitäre Kontrolle unserer geistigen und materiellen Umwelt als Zukunftsvision.

Heute stehen Themen wie Umweltverschmutzung und Waldsterben, aber auch die möglichen Auswirkungen eines Klimawandels und die Bedrohung durch Gentechnik und Atomkraft im Fokus der öffentlichen Diskussion. Welchen Niederschlag finden diese Themen in der aktuellen Literatur, mit welchen Stilmitteln arbeiten die Autorinnen und Autoren und welchen Einfluss haben „Öko-Bücher“ möglicherweise auf das Verhalten der Leser?

Der monatliche literarische Salon „Kaffeehausgespräche“ lädt Sie herzlich zu einer „nachhaltigen“ Diskussionsrunde über diese Themen ein. Reden Sie mit oder hören Sie einfach nur zu und genießen Sie die angenehme Atmosphäre des Kulturcafés. Die Gastgeber des für alle offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch!

Wann: Donnerstag, 17. Februar 2011, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

Bücher der Kindheit

Können Sie sich noch an die Bücher erinnern, mit denen Sie aufgewachsen sind, die Ihnen als Kind vorgelesen wurden oder die Sie dann selbst gelesen haben? Kennen Sie die Kleine Raupe Nimmersatt oder Das Kleine Ich bin ich? Und wie steht es mit Pippi Langstrumpfs haarsträubenden Abenteuern, den Fünf Freunden und der kleinen Momo? Es war jedenfalls eine aufregende Zeit, in der man viel Neues entdecken konnte und die uns geprägt hat.

In unserem Kaffeehausgespräch am 20. Januar möchten wir mit unseren Gästen über die Bücher unserer Kindheit sprechen. Wir wollen herausfinden, welchen Einfluss sie auf unser Leseverhalten genommen haben, wie sie uns beeinflusst und vielleicht sogar begeistert haben. Ist es nun egal, was Kinder lesen, Hauptsache sie lesen und es macht ihnen Spaß? Oder sollten Kinderbücher grundsätzlich ein pädagogisches Ziel verfolgen?

Es soll auch Kinderbücher geben, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, und zu zeitlosen Dauerbrennern geworden sind. Wenn Sie eins besitzen, bringen Sie es mit!

Die Gastgeber des für alle offenen literarischen Salons „Kaffeehausgespräche“ – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch: diskutieren Sie mit oder hören Sie einfach nur zu und genießen Sie die entspannte Atmosphäre im Kulturcafé.

Wann: Donnerstag, 20. Januar 2011, 19.00 Uhr
Wo: Kulturcafé Chavis , Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

Leben als Konsum

Erinnern Sie sich noch an die Wirtschaftskrise, oder sind Sie schon wieder ganz eingenommen vom alljährlichen Kaufrausch in der Vorweihnachtszeit? Und falls Ihnen kein passendes Geschenk einfällt, kaufen Sie doch ein Buch - die Auswahl ist erdrückend!

Konsum treibt die Wirtschaft an und prägt unser Leben, unsere Persönlichkeit. Leben wir also in einer „Konsumgesellschaft“, wie der aktuelle Befund vieler Soziologen lautet, die uns ständig dazu verleitet Dinge zu kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen? Ist es möglich, oder überhaupt sinnvoll, sich den allgegenwärtigen Aufforderungen zum Kaufen neuer Dinge zu entziehen, und welche Alternativen gibt es?

Die Gastgeber des Salons, die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern, laden Sie sehr herzlich zur weihnachtlichen Gesprächsrunde und zum abschließenden Kaffeehausgespräch in diesem Jahr ein.

Nach einer kurzen Einleitung zum Thema möchten wir mit Ihnen über die Bedeutung des Konsums für unser Leben sprechen und nach möglichen Antworten auf die vielen Fragen suchen. Kommen Sie doch vorbei und reden Sie mit oder hören Sie einfach zu. Wir freuen uns auf Sie!

Wann: Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19.00 Uhr
Wo: Kulturcafé Chavis , Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

Das große Fest der Bücher: Gedanken zur Buchmesse

„Überaus erfolgreich und lebendig“ betitelte hr-online einen Rückblick auf die diesjährige Frankfurter Buchmesse. „Die Zahlen für Vertragsabschlüsse und Besucher stehen fest, die Anzahl der geklauten Bücher nicht. Die Sonne verwandelte die 62. Frankfurter Buchmesse in ein Volksfest im Freien. Auch die Messeleitung ist sehr zufrieden.“

Die größte deutsche Buchmesse war auch in diesem Jahr wieder auf ganzer Linie erfolgreich und zählte insgesamt 280.000 Besucherinnen und Besucher. So ließ die Messeleitung in einer Pressemitteilung verlauten, „das Geschäft mit den Inhalten – ob als klassisches Buch oder digital – hat dieses Jahr noch einmal zugelegt, und unsere Besucher zeigten sich auch dieses Jahr begeistert über das enorme Geschäftspotenzial in derart konzentrierter Form und auf internationalem Niveau.“

In unserem Kaffeehausgespräch im November wollen wir einen kritischen Blick auf die Institution der Buchmesse – nicht nur auf die in Frankfurt – werfen. Welchen Zweck erfüllen Buchmessen oder was lassen sie vermissen? Was erfuhren die Gäste der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr über die Zukunft des Buchs, die Literatur des Gastlandes Argentinien und die deutschsprachigen Neuerscheinungen? Und warum werden auf Buchmessen so viele Bücher geklaut?

Die Gastgeber der Gesprächsrunde, die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern, laden Sie herzlich ein. Kommen Sie vorbei, reden Sie mit oder hören Sie einfach zu. Wir freuen uns auf Sie!

Wann: Donnerstag, 18. November 2010, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

Das politische Buch

Das jüngst erschienene Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin führte zu heftigen und kontrovers geführten politischen Diskussion und erreichte in Windeseile Platz Eins der Bestsellerlisten. Weder sind die behandelten Themen neu, noch ist es das erste Buch, das mit provokanten Aussagen die vermeintlichen Missstände anprangert. Wie aber konnte es in so kurzer Zeit zu einem öffentlichen Politikum werden? Haben wir es hier mit einer provokanten Inszenierung zu tun, einem gewollten Tabubruch, oder war es einfach nur Zufall?

Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, wie ein Buch eine politische Wirkung entfalten kann, die neben den verhandelten Sachthemen auch Grundbegriffe des demokratischen Diskurses betreffen: Wie steht es um die Meinungsfreiheit? Welche Verantwortung trägt ein Autor für sein Werk? Welche Bedeutung haben literarische „Mahner“ in einer Demokratie; und auf welche historischen Erfahrungen kann man Bezug nehmen?

Diesen Fragen möchten wir mit den Salongästen in einer entspannten Kaffeehaus-Atmosphäre nachgehen. Die Gastgeber, die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern, freuen sich wie immer auf Ihren Besuch.

Zeit: Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19.00 Uhr
Ort: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Das Buch als Sensation

Haben Sie „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche gelesen? – Nein? – Aber der Medienrummel um das Buch ist Ihnen wahrscheinlich trotzdem nicht entgangen.

Manche Bücher erscheinen nicht einfach, lediglich wahrgenommen von interessierten Lesern und dem Feuilleton. Manche Bücher werden zu „Medienereignissen“ oder „literarischen Events“ und ihre Autoren zu Popstars der Bestseller-Listen.

Es gibt überraschende, skandalöse und sensationelle Neuerscheinungen, die oft von aufwendig inszenierten Werbekampagnen begleitet werden. Aber nicht immer hält das angepriesene Werk auch, was der Klappentext verspricht. Und trotzdem: Die dauernde Präsenz in den Medien und die reißerische Werbung in den Buchhandlungen, die uns ein noch nie da gewesenes und neues Leseerlebnis verspricht – sie wirken anscheinend!

Doch was ist von diesen Sensationen des Buchmarktes zu halten? Wie steht es denn um die Qualität und wer sind die Stars der aktuellen Literaturszene?

Wie üblich präsentieren die Gastgeber des Salons, die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern, einleitende Gedanken zum Thema. Dann sind die Gäste des Salons am Zug und wir sind gespannt, wohin die Reise geht. Wenn Sie einen reißerischen Bestseller oder gar ein skandalöses Buch besitzen, bringen Sie es doch mit – wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wann: Mittwoch, 15. September, 19.00 Uhr
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)

Der Eintritt ist frei.

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