Am Freitag haben sich die Kaffeehausgespräche dem Thema „Anfänge“ gewidmet. Eine illustre Runde hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man zum Lesen kommt und warum man liest. Wir haben über das Erzählen von Geschichten in der Steinzeithöhle gesprochen und darüber, ob Geschichten im Kopf aus Bildern oder aus Sprache bestehen. Wissen Kinder, dass Grimms Märchen nicht „wirklich“ sind? Lernen sie aus „Rotkäppchen“, dass ein Wolf etwas anderes ist als ein Wauwau? Und sind mündlich tradierte Geschichten Literatur? Von den evolutionsgeschichtlichen und den persönlichen Anfängen der Beschäftigung mit Literatur haben wir gesprochen, von Sigmund Freud und von Dystopie: Die Gäste des Salons haben auch diesmal bewiesen, dass das frei fließende Gespräch entlang eines Themas informativ und anregend ist. Wieder gab es ein paar Buchtipps, ich erwähne „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak und „Making History“ von Stephen Fry.
Ich habe mich gefreut, dass wir neue Teilnehmerinnen und zwei besondere Gäste von der East Coast begrüßen durften. Und es ist schön zu sehen, dass es schon eine treue Kerngruppe von Salonbesuchern gibt, die sich rege am Gespräch beteiligen. Die nächste Gelegenheit für einen freundlichen Austausch, bei dem auch Widerspruch ein Gewinn ist, gibt es voraussichtlich am 18. Mai. Details demnächst hier im Blog und per Newsletter.
