Kaffeehausgespräche

Archiv für Juni 2011

“Zur Lyra zu singen“ – Literatur und Musik

Lyrik bezeichnete ursprünglich das zur Lyra, einem antiken Saiteninstrument, gesungene Lied und ist ein frühes Beispiel für die engen Bande zwischen Dichtung und Musik, zwischen der Welt der Sprache und der Welt der Töne. Beide Kunstformen spielen mit Rhythmus, Takt und Timing und sind einzeln doch sehr verschieden in ihrer Wirkung.

In der erzählenden Literatur spielt die Musik als Thema oft eine tragende Rolle. Sie kann die Handlung antreiben und ihren zeitlichen Rahmen zum Klingen bringen, oder sie kann literarische Figuren charakterisieren. Und in zahlreichen Werken stehen Musiker im Brennpunkt des Geschehens. Umgekehrt verwenden viele Komponisten, von der Oper bis zur Popmusik, literarische Themen oder Texte für ihre Musik.

Diesen vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik, die zum Beispiel in Texten von Elfriede Jelinek, E.T.A. Hoffmann und Thomas Mann zu finden sind, wollen wir diesmal in unserem Kaffeehausgespräch folgen.

Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – laden Sie herzlich ein, mitzukommen und über das Verbindende oder das Trennende zwischen Literatur und Musik zu diskutieren. Für die passende Atmosphäre und für leckere Speisen und Getränke sorgt wie immer das Kulturcafé Chavis.
Wann: Donnerstag, 21. Juli 2011, 19.00 c.t
Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli)
Der Eintritt ist frei.

Vorankündigung: Zur Lyra zu singen

Lyrik – „Poesie“ –  ist die zur Lyra gesungene Dichtung und ein früher Nachweis für die enge Verwandtschaft von Literatur und Musik. Literatur ist aus Sprache gemacht und hat deshalb einen Rhythmus, eine Melodie, oft auch eine Tonart. In der erzählenden Literatur spielt die Musik oft eine tragende Rolle. Sie  kann die Aufgabe haben, die Handlung anzutreiben oder uns den Zeitkontext vor Augen zu führen. Oder Musik wird zu einem Charakteristikum einer literarischen Figur. Und zahlreich sind die literarischen Lebenserzählungen, in deren Mittelpunkt ein Musiker steht.
Den vielfältigen Spuren der engen Verbindung von Literatur und Musik möchten wir in unserem nächsten Kaffeehausgespräch nachgehen.
Wann: 21. Juli 2011, 19.00 ct.
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg, St. Pauli
Der Eintritt ist frei.

Das war der Bloomsday

Gestern gab es ein heiteres und anspielungsreiches Kaffeehausgespräch – dem Bloomsday angemessen -, das von einer Rezitation aus dem 18. Kapitel des “Ulysses” eingeleitet wurde und sehr davon profitierte. In der Runde konnten zwei neue Teilnehmer begrüßt werden, eine erfreuliche Erscheinung bei unserem siebenunddreißigsten Treffen im Salon! Seit gestern weiß ich, dass der Bloomsday auch in Ottakring feierlich begangen wird und dass “Der Name der Rose” ein zweisprachiges Buch ist. Ich danke allen Salongästen herzlich für ihre rege Teilnahme!

Weiter geht es am 21. Juli mit “Literatur und Musik”.

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