Kaffeehausgespräche

Archiv für März 2011

Text und Kontext

Im gestrigen Kaffeehausgespräch ging es wieder einmal um die ganz großen Fragen. Wie viel Kontext brauchen wir, um ein Buch verstehen und/oder genießen zu können? Was ist Intertextualität? Und: Sind Gegen- oder Antwortbücher immer nur von der Hoffnung auf Verkaufserfolg motiviert?

Unsere Salongäste haben sich auf das sperrige Thema eingelassen und ich danke sehr für die aufschlussreiche Diskussion!

Es geht weiter am 21. April mit dem Thema “Literatur in Ost und West. 20+ Jahr nach der Wende”

Gegenbücher. Die literarische Antwort

Jean Paul behauptete, dass Bücher nur dickere Briefe an Freunde seien. Ein Briefwechsel dieser Art zeigt sich besonders bei der Veröffentlichung von Gegen- oder Antwortbüchern, bei der das lesende Publikum Zeuge von literarischen Entgegnungen, Abrechnungen oder Verspottungen wird.

Da antwortete zum Beispiel ein geschmähter „Märchenprinz“ auf einen Roman von Svende Merian, der seinen „Tod“ zum Thema hatte; und mit dem Roman „Eine Frage der Schuld“ entgegnete Sofia Tolstaja der „Kreuzersonate“ ihres berühmten Ehemannes.

Die Leserinnen und Leser dieser Werke können ein literarisches Gespräch verfolgen, in dem unterschiedliche Sichtweisen, Einschätzungen und Bewertungen zu einem Thema oder Sachverhalt zur Sprache kommen. Doch wer hat recht und was ist das Verbindende oder Erhellende in diesem Dialog?

In unserem monatlichen literarischen Salon „Kaffeehausgespräche“ wollen wir uns diesmal von dieser besonderen Form des literarischen Dialogs anregen lassen und laden Sie dazu ganz herzlich ein. Stimmen Sie zu, lehnen Sie ab oder fragen Sie nach. Und genießen Sie die angenehme Atmosphäre im Kulturcafé Chavis. Die Gastgeber des offenen Salons – die Literaturwissenschaftlerin Karin S. Wozonig und der Sozialwissenschaftler Detlef Thofern – freuen sich auf Ihren Besuch!

Wann: Donnerstag, 17. März 2011, 19.00 Uhr

Wo: Chavis Kulturcafé, Detlev-Bremer-Straße 41, 20359 Hamburg (St. Pauli) Der Eintritt ist frei.

Vorankündigung: Buchgewordene Antworten

Jean Paul sagt, Bücher seien nur dickere Briefe an Freunde. Manchmal zeigt sich die Wahrheit dieser Behauptung besonders deutlich, dann nämlich, wenn ein Antwortbuch veröffentlicht wird. Ob sich jemand als der geschmähte „Märchenprinz“ zu erkennen gibt oder ob ein „Anti-Buch“ mit einer Ideologie abrechnet, ob Gedicht-Persiflage oder literarische Entgegnungen wie der Roman „Eine Frage der Schuld“ von Sofja Tolstaj, mit dem sie auf die  „Kreutzersonate“ ihres Ehemannes antwortete: Das lesende Publikum nimmt am Dialog teil, stimmt zu, lehnt ab, ergreift Partei. Und weil genau dieser Austausch in unserem Salon gewünscht ist, widmen wir uns am 17. März dem Thema „Gegenbücher“. Kommen Sie ins Chavis und diskutieren Sie mit, oder hören Sie einfach nur zu, wenn es um buchgewordene Antworten auf Bücher geht.

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