Kaffeehausgespräche

Archiv für Dezember 2008

Helden wie wir?

Als Held oder Heldin wird die Figur bezeichnet, deren Geschichte in einem Buch erzählt wird. Doch wie sehen sie aus, diese Helden und Heldinnen? Sind sie wie wir, mit unserem vielleicht beschaulichen Alltag, den Wehwehchen, Sorgen und Zweifeln? Dürfen Helden auch langweilig, hässlich oder gar unsympathisch sein?
Beim Kaffeehausgespräch im Januar widmen wir uns dem Bild des Helden und der Heldin im Buch. Während im klassischen Drama der Held die Aufgabe hatte, dem hochstehenden Publikum respektive Leser vor Augen zu führen, dass er auch nur ein Mensch sei, erinnern heutige Helden, zumal in der Unterhaltungsliteratur, oft an Märchenprinzen, die zahlreiche Abenteuer überstehen müssen, um am Ende doch die schöne Prinzessin heiraten zu können. Wahlweise können auch arme Bauernburschen, misshandelte Stieftöchter oder sonstige Benachteiligte das große Los ziehen und nebenbei noch die Welt retten. Diese Helden sollen den Leser nicht zur Demut anregen, sondern im Gegenteil Mut machen.

Welche Helden und Heldinnen kennen wir aus der Literatur? Welche Helden sind uns besonders sympathisch, über welche ärgern wir uns, welche wünschen wir uns als beste Freunde und welche bewundern wir wie Götter?
Diskutieren sie mit uns über melancholische Kriminalbeamte, hochbegabte Superhelden und scheinbar unbesiegbare Retter der Welt.

ZEIT: Donnerstag, 15. Januar 2009, 19:30 Uhr
ORT: Wie es Euch gefällt, Juliusstr. 16, 22769 Hamburg

Der Eintritt ist frei.

Buch-Geschenk-Buch

In sehr kleiner Runde (es waren nur jene zur Veranstaltung gekommen, die bereits alle Bücher besorgt hatten, die sie diese Weihnachten verschenken wollen) wurde beim letzten Kaffeehausgespräch des Jahres 2008 das Thema “Das Buch als Geschenk” besprochen. Den Auftakt machte ich mit einer Themenverfehlung, indem ich über “Das Geschenk im Buch” sprach. Die drei gewählten Beispiele von literarischen Geschenken (das Wollknäuel der Ariadne, das Trojanische Pferd und das Schmuckkästchen, das Mephisto dem Gretchen in Goethes “Faust” schenkt) wurden von den anderen Teilnehmer(innen) des Gesprächs als nicht repräsentativ betrachtet. Die erwarteten Anekdoten über misslungene Buchgeschenke stellten sich im Laufe des Abends dennoch ein. Es wurde außerdem unter anderem die Frage erörtert, ob man beleidigt sein sollte, wenn man einen Konsalik geschenkt bekommt, ob man Bücher gelesen haben sollte, die man verschenkt, ob Geschenkbücher gute Geschenke sind und welche der heutigen Bestseller-Autor(inn)en in hundert Jahren noch bekannt sein würden. Zur Nachahmung empfohlen: Bücher in Geschirr- oder Handtücher verpacken.

Das geht immer – Das Buch als Geschenk

Passend zur Weihnachtszeit widmen wir uns der Frage, welche Tücken und Gefahren beim Verschenken von Büchern drohen können. Zerbrochene Ehen, auf Generationen zerstrittene Familien, Dramen, Tränen, Leid und Not – und das nur, weil ein Buch manchmal mehr ist als ein Buch. Genauso können verschenkte Bücher natürlich auch Gutes bewirken – Ehen stiften, zerstrittene Familien glücklich wieder vereinen, Trost spenden, Tränen trocknen und Freude bringen.

Ist die Gefahr, dass es als Wink mit dem Zaunpfahl missverstanden wird, bei Buchgeschenken größer als bei anderen Geschenken? Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Verschenken von Büchern gemacht? Passt ein Buch wirklich immer, weil es für jede Gelegenheit die richtige Lektüre gibt? Schenken wir Bücher von Herzen, oder weil es so schön praktisch ist?
Zu einem Kaffeehausgespräch mit Lebkuchen und Anekdoten laden wir Sie herzlich ein.

ZEIT: Donnerstag, 18. Dezember 2008, 19:30 Uhr 
ORT: Wie es Euch gefällt, Juliusstr. 16, 22769 Hamburg
Der Eintritt ist frei.

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