Fast jeder Mensch benutzt Sprache, jeden Tag und ganz selbstverständlich. Es ist ein Alltagswerkzeug, in dessen Gebrauch wir uns von klein auf üben.
Doch wie sieht es aus, wenn mit diesem Alltagswerkzeug Kunst — im weitesten Sinne — geschaffen werden soll? Welche Rolle spielt Sprache in der Literatur? Ist sie das zentrale Stilelement, hinter dem der Inhalt des Textes zurücktritt oder soll sie, unauffällig wie ein perfekter Diener, die Geschichte und die Charaktere ins rechte Licht rücken?
Sprache in der schönen Literatur ist nie die Alltagssprache, mit der wir uns unterhalten. Sie ist immer verfremdet, auch wenn sie den Anschein erweckt, authentisch zu sein. Doch wie viel Verfremdung verträgt ein Text? Während es in der Unterhaltungsliteratur darum geht, die Protagonisten in ihrer Sprache möglichst glaubwürdig darzustellen, gehört in der Lyrik das Experimentieren mit dem Werkzeug Sprache unbedingt dazu.
Beim Kaffeehausgespräch am 16. Oktober 2008 wollen wir uns diesem spannenden Thema widmen. Wie wichtig ist uns persönlich die Sprache eines Textes? Welchen Einfluss haben Autorinnen und Übersetzerinnen auf die Sprache? Wie viel Handwerk steckt im geschriebenen Wort?
Wie immer sind alle Anwesenden herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Zum Thema passende Bücher dürfen gerne mitgebracht werden.
ORT: Wie es Euch gefällt, Juliusstraße 16, 22769 Hamburg
ZEIT: Donnerstag, 16. Oktober 2008, 19:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.