Kaffeehausgespräche

Kunst-Bücher

Haben Sie Bildbände mit Picassos Meisterwerken in Ihrem Bücherschrank? Lesen Sie Biographien von Bildhauerinnen? Bereiten Sie sich auf Ihren Städteurlaub mit einem Museumsführer vor? Oder sind Sie der Ansicht, dass das gedruckte Wort der “bildenden Kunst” nicht gerecht werden kann?

In unserem nächsten Kaffeehausgespräch wollen wir uns über die Verbindung von Kunst und Büchern unterhalten. Kommen Sie hin, sprechen Sie mit, bringen Sie ein Kunst-Buch zum Anschauen mit! Nach einer kurzen Einleitung bringen die Gäste ihre Ideen und Gedanken ein. Dazu können Sie Kaffee und Kuchen von Gloria und Albert von der Konditorei genießen – ein Salon eben.

Zeit: Friday, May 18, 4-6pm
Ort: Konditorei, Austrian Pastry Cafe, 2710 E. 5th Street, Davis

Über Anfänge und Gründe

Am Freitag haben sich die Kaffeehausgespräche dem Thema „Anfänge“ gewidmet. Eine illustre Runde hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man zum Lesen kommt und warum man liest. Wir haben über das Erzählen von Geschichten in der Steinzeithöhle gesprochen und darüber, ob Geschichten im Kopf aus Bildern oder aus Sprache bestehen. Wissen Kinder, dass Grimms Märchen nicht „wirklich“ sind? Lernen sie aus „Rotkäppchen“, dass ein Wolf etwas anderes ist als ein Wauwau? Und sind mündlich tradierte Geschichten Literatur? Von den evolutionsgeschichtlichen und den persönlichen Anfängen der Beschäftigung mit Literatur haben wir gesprochen, von Sigmund Freud und von Dystopie: Die Gäste des Salons haben auch diesmal bewiesen, dass das frei fließende Gespräch entlang eines Themas informativ und anregend ist. Wieder gab es ein paar Buchtipps, ich erwähne „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak und „Making History“ von Stephen Fry.

Ich habe mich gefreut, dass wir neue Teilnehmerinnen und zwei besondere Gäste von der East Coast begrüßen durften. Und es ist schön zu sehen, dass es schon eine treue Kerngruppe von Salonbesuchern gibt, die sich rege am Gespräch beteiligen. Die nächste Gelegenheit für einen freundlichen Austausch, bei dem auch Widerspruch ein Gewinn ist, gibt es voraussichtlich am 18. Mai. Details demnächst hier im Blog und per Newsletter.

Anfänge

Von Buchanfängen, ersten Leseerfahrungen und über den Beginn der Literatur

Irgendwann hat unser Interesse am Lesen und an Büchern seinen Anfang genommen. War ein bestimmtes Buch, ein Satz, eine literarische Figur der Auslöser? Neugier? Nachahmung? Der Wunsch dazu zu gehören? Oder im Gegenteil: Der Wunsch anders zu sein als die anderen?

Im Kaffeehausgespräch am 20. April wollen wir uns über literarische Anfänge unterhalten, über persönliche, aber auch über kulturelle. Nach einer kurzen Einleitung sind die Salongäste am Wort. Kommen Sie hin, diskutieren Sie mit und lassen Sie uns an Ihren prägenden Lese-Anfängen teilhaben.

Friday, April 20, 4-6pm, Konditorei, Austrian Pastry Cafe, 2710 E. 5th Street, Davis


Von Anfang an

Gestern hat das zweite Kaffeehausgespräch in Davis stattgefunden und es war auch diesmal ein lebhafter Austausch. Von Anfang an hat sich auch hier die Form des offenen Salons bewährt. Neben vier „Stammgästen“ gab es gestern noch fünf neue Gäste zu begrüßen. Drei davon haben sich ganz spontan dem Gespräch angeschlossen.

Nach einem bewegten Auftakt wurden Lieblingsbücher und Lieblingsgedichte besprochen. Bei der bevorzugten Lektüre zeigte sich ein breites Spektrum an Genres und Epochen. Generell kann ich feststellen, dass die Gäste der Kaffeehausgespräche eine Tendenz haben, das Brett an der dicksten Stelle anzubohren. Und so wurde angeregt über eine englische Übersetzung von Rilkes Gedicht „Der Panther“ diskutiert. Damit ließ sich auch ein Bogen zum ersten Kaffeehausgespräch schlagen.

Mehrere Gedichte wurden gestern zu Gehör gebracht, aber es wurde auch über „Alice in Wonderland“ und über den Roman „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap gesprochen. Das Gespräch führte uns auf die Frage nach der Übersetzbarkeit von Wortspielen. Da eines der präsentierten Lieblingsgedichte „Das ästhetische Wiesel“ war, möchte ich hier einen Lektüretipp nachtragen: Christian Morgenstern: „Galgenlieder und andere Gedichte. Gallows Songs and other Poems, ausgewählt und ins Englische übertragen von Max Knight“ Piper, München 1972.

Die Kaffeehausgespräche in Davis werden weitergehen. Geplant ist das nächste Treffen für Freitag, 20. April 2012, 16.00-18.00 in der Konditorei, in der wir auch gestern mit sehr guten Mehlspeisen versorgt wurden. Thema des nächsten Gesprächs werden “Anfänge” sein. Näheres bald hier im Blog oder per Newsletter.

Literatur und Alltag

Das nächste „Kaffeehausgespräch“ findet am 23. März 2012 von 16.00-18.00 in der “Konditorei“ (2710 E. 5th Street) in Davis statt. Als Thema habe ich gemeinsam mit den Gästen des ersten Treffens im Salon in Davis „Lieblingstexte?” (“Favorite texts?”) gewählt. Erweitert habe ich den Vorschlag um den Untertitel “Literatur und Alltag” (”Literature and daily life”).

Wir werden darüber sprechen, welche Bedeutung Literatur im Alltag hat. Lesen Sie Gedichte? Bringen Sie Ihr Lieblingsgedicht mit! Oder erzählen Sie uns, welcher Liedtext Ihnen besonders gefällt. Gibt es einen Roman, den Sie immer wieder lesen würden? Gibt es eine literarische Figur, mit der Sie sich identifizieren?

Wie immer werde ich am Anfang des “Kaffeehausgesprächs” eine kurze Einleitung zum Thema (auf Deutsch) präsentieren. Das gibt den Salongästen die Gelegenheit, sich auf das Gespräch einzustellen, ihre Gedanken zu ordnen und Kuchen zu essen.

Friday, March 23, 4-6 pm.
Konditorei, 2710 E. 5th Street, Davis

Das erste kalifornische Kaffeehausgespräch

Eine bunte Gruppe von Interessierten hat sich heute in der „Konditorei“ eingefunden, um über das Thema „Übersetzungen“ zu sprechen. Ich war überrascht über die Vielfalt der Zugänge zur Zwei- und Mehrsprachigkeit. Von der Beschäftigung mit fiktiven Dolmetschern, von der Freude an der Sprache und über die Schwierigkeit sie zu lehren, vom Vorteil der Lektüre in einer Fremdsprache, vom stilistischen Verbessern von (banaler) Literatur durch Übersetzung und von den einsamen Mühen des Übersetzens – es war ein weiter Bogen, den wir im Gespräch gespannt haben.

Ich habe heute viel Neues darüber gelernt, wie man die deutsche Sprache und Literatur betrachten kann; und dass man sie mögen kann, auch wenn sie manchmal ganz schön kompliziert und unlogisch ist. Und ich glaube, dass die Salongäste aus eigener Erfahrung Wilhelm v. Humboldts Aussage zustimmen: Es „liegt in jeder Sprache eine eigenthümliche Weltansicht“ – oder auch: „in every language [rests] a specific world view“ (Übersetzung Gunter Senft); oder: „there resides in every language a characteristic world-view“ (Übersetzung Peter Heath).

Herzlichen Dank an alle Salongäste!

Und Dank auch an Gloria und Albert von der Die Atmosphäre ist sehr angenehm, und das ist bei einem Salon ja auch sehr wichtig.

Das nächste Treffen wird am Freitag, 23. März, stattfinden. Details werden hier im Blog und per Newsletter bekanntgegeben.

Kaffeehausgespräch kalifornisch: Lesen Sie Deutsch?

Die kalifornische Ausgründung der Kaffeehausgespräche wird zum ersten Mal am 17. Februar stattfinden. Der offene Salon hat ein Zuhause bei Gloria und Albert von der “Konditorei (Austrian Pastry Café)” in Davis gefunden. Beim ersten Termin wird es um die Frage gehen: “Lesen Sie Deutsch?”

Was haben Original und Übersetzung mit einander zu tun? Gibt es Übersetzungen, die besser sind als das Original? Was passiert mit der Wahrnehmung einer Kultur, wenn Literatur, Filme oder Liedtexte übersetzt werden? Wer übersetzt eigentlich ein Buch, und warum?

Wir treffen uns um 16.00 Uhr, um über diese Fragen in gemütlicher Kaffeehausatmosphäre zu sprechen. Zuvor gibt es, wie bei den “Kaffeehausgesprächen” üblich, eine kurze Einleitung zum Thema. Die Gespräche können auf Deutsch oder auf Englisch geführt werden, auch Zuhörer sind willkommen. Und nebenbei kann man die Esterhazytorte von Albert (er hat sein Handwerk unter anderem in der Kurkonditorei Oberlaa gelernt) probieren und Kaffee trinken.

Ich hoffe, dass sich auch in Davis viele Interessierte finden, die die gute Tradition des Salons fortführen wollen und freue mich auf das erste Treffen.
Friday, February 17, 4-6 pm.
Konditorei, 2710 E. 5th Street, Davis

Falls Sie teilnehmen möchten, schicken Sie bitte eine kurze Nachricht an kaffeehausgespraeche@web.de – danke.

Wer sich für die nächsten Termine und Themen interessiert, schreibe bitte an kaffeehausgespraeche@web.de mit dem Betreff “Newsletter”.

Phase der Neuorientierung

Die Hamburger Kaffeehausgespräche befinden sich zur Zeit in Warteposition. Salonherr Detlef wartet auf den richtigen Zeitpunkt und einen Unterstützer/eine Unterstützerin, um weiterzumachen – oder auch nicht – mit den monatlichen Treffen und den Gesprächen über Gott, die Welt und Literatur im weitesten Sinne.

Die kalifornischen Kaffeehausgespräche – eine temporäre Ausgründung – nehmen langsam Gestalt an. Sie haben einen passenden Ort gefunden, nämlich die Konditorei, Austrian Pastry Cafe, und werden wahrscheinlich ab Februar dort stattfinden. Sie können sich per Newsletter über die Entwicklungen, Termine und Themen informieren lassen.

Salonwandel

Das letzte Kaffeehausgespräch des Jahres und bis auf weiteres in der bisherigen Zusammensetzung war ein würdiger Abschluss und zugleich ein Auftakt für eine Fortführung des Salons.

Eigentlich sollte es bei dem gestrigen Treffen um das Kaffeehaus, um den Ort und die Inspiration und um Kaffeehausliteratur gehen. Nachdem Salonherr Detlef eine Liste von Themen der Kaffeehausgespräche seit ihrer Gründung vorgelesen hat, wurde das Gespräch dann aber doch sehr selbstbezüglich. Und es stellte sich heraus, dass eine Fortsetzung der Kaffeehausgespräche mit einem oder mehreren anderen Gastgeber(n) gewünscht wird. Das sollte doch möglich sein, und so liegt das Projekt „Kaffeehausgespräche. Der Salon in Hamburg“ nicht für die nächsten zwei Jahre auf Eis, sondern wird hoffentlich neue Gestalt annehmen. Informationen dazu wird es in diesem Blog und per Newsletter geben.

Ich habe mich gefreut, dass gestern viele der Stamm-Salongäste anwesend waren, unter anderem auch die Ideen- und Namensgeberin der Kaffeehausgespräche. Und es hat sich gezeigt, dass in dieser Gesprächsrunde mit Leichtigkeit und Gewinn ein Bogen von Jürgen Habermas und seinem „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ zur Cremeschnitte im Demel zu schlagen ist.

Dank an alle Gäste, die sich seit April 2008 regelmäßig – an jedem dritten Donnerstag im Monat, so ungefähr – im Salon eingefunden haben! Und viel Vergnügen bei der Fortsetzung!

Ins Kaffeehaus!

Die UNESCO hat am 10. November 2011 die Wiener Kaffeehauskultur in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird bestätigt, was Kennerinnen und Kenner der europäischen Literatur um 1900 immer schon wussten: Das Kaffeehaus ist ein Ort, an dem Kultur gemacht wird.

In unserem letzten Kaffeehausgespräch des Jahres und bis auf weiteres wollen wir uns mit dem Kaffeehaus als Ort der Begegnung und als Inspiration für die kreative Betätigung beschäftigen. Wir fragen nach der Funktion des erweiterten Wohnzimmers, nach der Inspiration durch die Atmosphäre und das Getränk Kaffee, nach landestypischen Formen von Kaffeehäusern und danach, was Kaffeehausliteratur ist. Nach einer kurzen Einleitung durch die Gastgeber Detlef Thofern, Sozialwissenschaftler, und Karin S. Wozonig, Literaturwissenschaftlerin, sind alle Kaffeehausbesucher am Wort.

Kommen Sie hin, reden Sie mit. Wir freuen uns auf einen angeregten Austausch im Kaffeehaus.
Wann: 15.12.2011, 19.00
Wo: Kulturcafé Chavis, Detlev-Bremer-Str. 41, St. Pauli
Der Eintritt ist frei.

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